
RC-Patent
Rohstoffkreisläufe schließen, die Umwelt entlasten, günstige Baustoffe produzieren
Wir, die Gesellschaft für nachhaltige und innovative Lösungen im Bauwesen UG, haben ein Verfahren entwickelt, welches die stofflichen Eigenschaften mineralischer Abfälle so verändert, dass sie recycelbar werden. In den von uns durchgeführten Parameterstudien wurde eine Vielzahl von Einzelstoffen und Stoffgemengen untersucht, die von mineralischen Abfällen stammen. Das Resultat spricht für sich, denn bei sämtlichen Proben ließen sich nach Anwendung des Verfahrens verbesserte Eigenschaften nachweisen. Die aus dem Verfahren gewonnene, neue RC-Haupkomponente übertraf selbst bei geringer Zugabe von Bindemitteln alle Erwartungen und ermöglichte den am Projekt beteiligten Forschern, RC-Steine in Betonqualität zu erzeugen. Die RC-Steine können zum jetzigen Stand der Forschung aus bis zu 95% undifferenziertem, mineralischem Abfall bestehen, ohne an Qualität zu verlieren und sind dabei selbst zu 100% recycelbar.
Im angewendeten Verfahren wird undifferenzierter Bauschutt zu einem homogenen Pulver zermahlen. Die Materialunterschiede der Ausgangsbestandteile und insbesondere deren inerte Eigenschaften, die bereits entwickelte Recyclingverfahren erschweren, können so überwunden werden. Wir haben entdeckt, dass bei weiterer Reduzierung der Korngröße die negativen Auswirkungen der Eigenschaften der Einzelkomponenten auf den Materialverbund, wie Varriationen im thermischen Ausdehnungskoeffizienten, Elastizitätsunterschiede, Oberflächenbeschaffenheit, immer weniger Einfluss nehmen. So lassen sich sämtliche mineralischen Abfälle, ob Glas, Beton, Dämmwolle, Ziegel, Kalksandstein etc. ohne Probleme vermengen. Mehr noch: Das erzeugte Pulver lässt sich nicht nur hervorragend binden, sondern entwickelt selbst noch puzzolanische Eigenschaften, die die Bindungsfähigkeit fördern.
konventioneller Beton

75% Sand, 25% Zement
RC-Beton

95% RC, 5% Zement
Was im Labormaßstab bereits funktioniert soll nun auf Industrieniveu gebracht werden. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung möchten wir noch in diesem Jahr ein Pilotprojekt anstoßen, um das Verfahren im industriellen Maßstab zu erproben und erste Produkte zu erzeugen.
Setzt sich unser Patent durch, könnte dies zu grundlegenden Veränderungen im Bauwesen führen und einen positiven Effekt auf unsere Umwelt haben. Durch den Einsatz dieser bindemittelarmen RC-Baustoffe wird der CO2-Ausstoß der Bauindustrie erheblich reduziert. Die Rohstoffe sind bereits hergestellt worden, sind im Überfluss vorhanden und wurden auch schon mindestens einmal verwendet. Weltweit ließen sich so Deponien entlasten und bei wachsender Produktion wäre sogar auch an deren Rückbau zu denken. Auch dem Vorurteil, RC-Baustoff seien von minderer Qualität und in ihrer Verwendung eingeschränkt, kann angesicht unserer Erfolge nur widersprochen werden sind optimistisch in den kommenden Jahren umfassende RC-Alternativen entwickeln zu können.



